Wasser,

so ersehnt, wenn die trockene erde keine frucht mehr bringt.
so erwünscht, wenn die kinder die leeren teller vor dich halten,
dich mit großen augen anschaun und nicht verstehn,
dass du kein essen für sie hast.
so erbetet, wenn die brunnen leer und trocken sind,
wenn die menschenschlange davor immer länger wird,
wenn alle wieder gehen, ohne das ersehnte nass,
dann bitte ich für diese menschen,
lass es regnen.

manchmal aber zeigt die natur auch wer der stärkere ist,
sie zerstört,
wofür wir jahre gebraucht haben es entstehen zu lassen,
sie zerstört und nimmt uns den wohnraum
nimmt menschenleben und sprengt unsere vorstellungen
eines flußes.
sie lässt flüssen anschwellen,
deiche brechen, zerstört ganze gegenden.
und was können wir tun?
wir stehn dabei und bemerken,
der mensch ist so klein, wenn die natur wütend wird.
ich wünsche allen betroffenen, dass sie immer die hoffnung behalten und sie die hilfe bekommen, die sie benötigen. meine gedanken sind bei euch. dann möchte ich all denen danken, die durch spenden oder ihren hilfseinsatz so tolles geleistet haben, ich bin stolz darauf, wie die menschen sich unterstützen und zusammenrücken in dieser schweren zeit.
AN 2002



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