16.06.2004

Die Nachricht vom Herzinfarkt unseres Schwagers hatte Männe und mich sehr mitgenommen,es war als wenn uns einer den Boden unter den Füssen zog. Natürlich bangten wir mit Heidi und drückten ihr und Wolfgang dolle die Daumen . Wir beteten das es nicht ganz so schlimm sein wird.
Abends kam dann der erlösende Anruf von Heidi das Wolfgang ausser Lebensgefahr ist. Gott sei gedankt sagten Männe und ich wie aus einem Mund. Wolfgang musste aber noch auf Intensiv bleiben. Wir trösteten Heidi und gaben ihr ein bischen Mut,obwohl es uns Beiden genau so bescheiden ging.

19.06.2004

Männe geht es furchtbar schlecht,er hat fürchterliche Schmerzen so das ich die Durogesic-Pflaster auf 250 erhöht habe (habe die Erlaubnis von den Ärtzten)
Er spuckt wieder so schlimm und bekommt keine Luft.Ich habe ihn mit Franzbrantwein den Rücken abgerieben was ihm auch etwas Linderung verschaffte.

20.06.2004

..es war eine grauenvolle Nacht,wein... Männe hatte sich die ganze Nacht nur gequält.. ich wollte den Notarzt rufen was er mir aber strickt verbot,leider... erisst und trinkt schon seid ein paar tagen nichts mehr und kann auch nicht abführen,trotzt Dulcolax-Zäpfchen und Clistier. Mache mir sehr grosse Sorgen um Männe und wenn es Morgen nicht besser ist dann rufe ich einen Arzt ob er will oder nicht.

21.06.2004

..auch diese Nacht war der reinste Alptraum,habe wieder nicht geschlafen weil Männe sich immer noch so quält. Jetzt reichte es mir aber und ich rief bei unserem Hausarzt an,der leider nicht da war,aber die Kollegin. Ich schilderte ihr den Fall und meinte sie müsse sich Männe einmal ansehen kommen. Leider könne sie aber erst Mittags kommen da sie alleine in der Praxis wäre. Mittags kam sie dann auch und brachte für männe auch gleich eine Morphiumspritze mit. Ich bat dann ob man Männe nicht eine Infusion legen könne damit er wenigstens ein bischen Flüssigkeit zugeführt bekommt. Ja meinte sie das müsste aber stationär gemacht werden. Ich meinte dann das ich das auch machen könne,denn Männe wolle doch nicht nach Schleswig ins Krankenhaus,sondern wenn denn schon nach Neumünster. Sie wollte dann Männe die Morphium -Spritze geben und wusste nicht wo sie einstechen sollte,denn an Männe ist kein bischen Fleisch,nur noch Haut über den Knochen. Sie verabschiedete sich dann und meinte sie werde einmal in Neumünster anrufen was man noch machen kann. Es waren noch keine 2 Stunden vergangen und die Ärztin stand wieder vor der Tür mit eine Infusion,freu. Ich sagte noch sie brauche sich keine Sorgen machen,denn ich habe einmal auf Station als Schwesternhelferin gearbeitet. Sie hatte dann auch grosses Vertrauen zu mir,so das ich wenn die Infusion durch war auch die Nadel ziehen konnte. Sie meinte dann noch das sie sich mit Neumünster in Verbindung gesetzt hat und das Männe nächsten Tag einen Aufnahmetermin hätte. Genaueres wollte man ihr und mir noch mitteilen. Also wieder Koffer packen und bei den Kindern anrufen,denn ich wollte ja in Männes Nähe bleiben,wo ich nun bleiben könne. Es war auch kein Problem,mache Dir keine Sorgen das packen wir schon sagte einer meiner Söhne. Ich war so in packen vertieft als das Telefon erneut klingelte und die Ärztin dran war. Sie meinte Männe komme auf die Palliativ-Station und ich könne Männe begleiten,man viel mir ein Stein vom Herzen. Ich solle die Papiere aus der Praxis holen und auch den Transportschein. Glaubt mir ich hätte die Ärztin umarmen können.. Da Männes Schmerzen trotzt der Pflaster,Novamintropfen und der Morphiumspritze nicht besser wurden gab sie mir dann noch ein Rezept für Temgesingtabletten, die Männe bei Bedarf unter die Zunge legen solle,mit. Ich bedankte mich ganz lieb bei der Ärztin für ihre Hilfe und war nun froh das Männe in klinischer Obhut kommt und ihm geholfen wird.



© by Claudia Dreesmann
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