Als Erstes wo Männe nach schaute als er aus der Narkose erwachte war ob er nun einen Büttel hatte und stellte mit grosser Erleichterung fest das er keinen hatte.
Männe wurde am darauf folgenden Morgen schon wieder auf die Station verlegt.
Leider erholte Männe sich nun nicht so schnell wie bei der ersten Op,ausserdem litt er auch unter starken Depressionen was er natürlich nicht zugeben wollte.
Bei jedem Zwicken und Zwacken dachte er nun müsse er wieder unter das Messer.Er hatte eine panische Angst davor.
Nachdem die Heilung der Narben grosse Fortschritte machte durfte Männe dann am 26.02.2003 das Krankenhaus verlassen und mit nach Hause.
Man gab mir noch mit auf dem Weg das Männe 6-8 Mahlzeiten zu sich nehmen müsse.Ausserdem wegen seines hohen Speichelflusses 2Mal am Tag Iprof Tabletten einnehmen.
Er müsse auch nach einem 1/4 Jahr zur Kontolluntersuchung damit ausgeschlossen wird das sich weitere Metastasen gebildet haben.
Da Männe zum Treppen steigen zu schwach war haben wir ihm ein Bett im Wohnzimmer hergerichtet.
Männe freute sich wie ein Schneekönig wieder zu Hause zu sein,was ich ihm ohne weiteres nachfühlen konnte.
Da Männe aber wenig Appetiet hatte besorgte ich ihm alles Mögliche damit er etwas zu sich nahm.
Ich besorgte Joghurt,Puddings frisches Gemüse usw.es wurde für ihn fast 5 Mal am Tag eine warme Mahlzeit gekocht,leider erbrach er sich dauernd wegen seinem hohen Speichelfluss so das er wenig bei sich behalten konnte und noch mehr abnahm.
Es war schrecklich es mit ansehen zu müssen.Ausserdem gingen die Tabletten sehr auf den Kreislauf und Männe wurde von Tag zu Tag schwächer.
Habe dann die Medikation langsam reduziert,natürlich mit Zustimmung unseres Arztes.
Meine Sorge um Männe stieg ins Unermessliche,ich wollte ihm so gerne helfen und wusste einfach nicht wie.
Die Aufklärung seitens der Ärzte ist leider gleich null,auch machte mir unser Hausarzt auch nicht gerade Mut,denn die kritische Phase sei noch lange nicht vorbei.
Habe selbständig Salbe für's wund werden,ein Geleekissen usw. besorgt damit er wenigenstens etwas Erleichterung hatte,denn er war ja nur noch Haut und Knochen.
Männe hatte von 67 Kilo auf 48 Kilo abgenommen.Es war furchtbar für mich mitansehen zu müssen wie Männe immer mehr verfiel.
An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bei meiner Schwägerin Heidi (die selbst an Darmkrebs leidet) bedanken das sie immer für mich und Männe da war und auch noch ist.
Sie kam extra von Schleswig um mir zu helfen und um auch Männe Mut zu machen.
Danke Heidi,es ist schön zu wissen das es Dich gibt,ich habe Dich sehr lieb und hoffe von ganzem Herzen das wir noch eine schöne lange Zeit miteinander verbringen können.
Auch danke ich unseren Söhnen mit Familien für die tolle Hilfe und ihren Beistand,sowie Allen die uns in dieser schweren Zeit so viel Mut gemacht haben.
Danke.....
Langsam wusste ich mir aber keinen Rat mehr denn Männe nahm einfach nicht zu.
Da ich selbst eine HP im Internet habe,habe ich mich auf die Suche nach Hilfe gemacht und bin so auf das Krebs-Forum gestossen.
Habe dann in dem Magenkrebs-Erfahrungsaustausch-Forum folgendes geschrieben:
Hallo,
ich bin foh den Krebs-Kompass gefunden zu haben.
Meinem Mann ist in Januar der ganze Magen,Milz ein Teil der Bauchspeicheldrüse und ein Teil der Speiseröhre entfernt worden.
Er hatte ein Plattenepethiel.
Nun hat er einen fürchterlichen Speichelfluss.
Bekam Itrop Tabletten die den Speichelfluss lindern sollten,doch die hatten so starke Nebenwirkungen das mein Mann sie nicht vertragen konnte.
Weiss Jemand von Euch vielleicht was ich machen kann????
Mein Mann ist 47 Jahre und ich möchte ihm so gerne helfen.
Der über nacht angespeicherte Speichel wird Morgens durch Erbrechen ausgeschieden was meinen Mann sehr viel Kraft kostet.
Was kann ich noch tun damit er zunimmt???
Hatte schon Maltodextrin besorgt doch auch das kann er nicht vertragen.
Vielleicht hat ja Jemand von Euch auch Erfahrungen damit und kann mir helfen????
Danke und liebe Grüsse
Claudia Dreesmann
Es dauerte gar nicht lange und ich bekam eine Antwort:
Hallo Claudia,
nach meiner Magenentfernung hatte ich auch mit Erbrechen und vermehrtem Speichelfluss zu kämpfen.Ich habe 1/2 Stunde vor jeder Mahlzeit Paspertintropfen genommen.
Um wieder fit zu werden hat mir mein Hausarzt Medivitan gespritzt.
Ich habe etwas zugenommen und kann auch wieder Sport treiben.
Gruss Bernd.
© by Claudia Dreesmann