013.04.2004

Wir waren schon früh wieder auf den Beinen,denn an schlafen war nicht richtig zu denken. Haben noch gemütlich gefrühstückt und uns dann auf den Weg nach Neumünster gemacht. Die Voruntersuchungen gingen sehr zügig und Männe wurde dann eine Station zugewiesen. Hier nun fing die Warterei an,denn unser Arzt war noch nicht da der Männe aufnehmen sollte. Ein Bett aber hatte Männe inzwischen schon bekommen,doch wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt war Männe zu aufgeregt um sich ins Bett zu legen. Inzwischen waren schon einige Stunden der warterei ins Land gezogen und ich wurde langsam sehr sauer,denn Männe sollte ja schon um 1/2 9Uhr da sein. Ich ging dann zur Schwester und fragte wo denn nun der Arzt bleibe oder wer für Männe zuständig wäre. Keiner hatte eine Ahnung,man ich war so sauer das ich erst einmal eine schmöken gehen musste. Wie Ihr Euch vorstellen könnt schimpfte ich vor mich hin,dies hörte dann eine Schwester und fragte mich dann warum ich so schimpfe. Ich erklärte ihr den Sachverhalt und siehe da es dauerte keine 5 Minuten und Männes behandelnde Arzt war da. Er entschuldigte sich lieb bei uns,denn er wusste weder das Männe kommt noch das er schon da wäre. Na tolle Wurst dachte ich,das kann ja heiter werden.
Der Arzt bat dann Männe zu einem Gespräch und ich fragte ob mein Sohn und ich dabei sein können,was natürlich ging.

Wir baten den Arzt dann uns reinen Wein einzuschenken und nichts zu beschönigen. Er meinte dann das eine Op leider nicht in Frage käme da bei der letzten Op schon zu weit ins gesunde Gewebe geschnitten wurde. Das Einzige was noch helfen könne wäre die Chemo und auch nur um den grossen Tumor zum Stoppen zu bringen. Wir fragten dann nach den Chancen die Männe überhaupt noch hätte. Er meinte wenn der Tumor,der zu schnell wächst um ca.2-3 cm die Woche, nicht gestoppt werden würde dann höchstens 4 Wochen,denn dann würde der Tumor alle Organe zerdrücken.Selbst mit Chemo stehen die Chancen nicht sehr gut,da Männe ja noch 2 Tumore in den Lymphbahnen hat.Ausserdem würde Männe sehr an Gewicht verlieren und er wiege ja nur unter 50kg.
Ausserdem greift eine Chemo auch gesundes Gewebe an. Männe war aber fest entschlossen nach dem Strohhalm zu greifen und die Chemo zu machen.
Der Arzt nahm dann Männe noch mit zum Ulltraschall um zu sehen ob der Tumor seid der letzten Woche gewachsen wäre. Männe bekam einen gehörigen Schreck denn der Tumor war von 4 mal 7cm auf 7 mal 9,8cm angewachsen. Darum hatte Männe auch so sehr starke Schmerzen denn dieser verfluchte Tumor bedrängte schon die Niere und den Darm. Der Arzt wünschte uns noch viel,viel Glück und dann konnte Männe auf sein Zimmer. Männe bekam dann auch ein Bett am Fenster.Haben dann seine sachen und Koffer verstaut und sind dann erst einmal einen Kaffee trinken gegangen. Inzwischen war es auch schon fast 1/2 20Uhr und mein Sohn und ich verabschiedeten uns nun von Männe damit er ein bischen zur Ruhe kommen könne.
Auf dem Weg nach Hause war ich nur am weinen,denn in Männes Anwesenheit muss ich ja stark sein. Auch mein Sohn der ja fahren musste war heftig am schlucken.
Hiermit möchte ich auch einmal ein Dankeschön an meinen jüngsten Sohn Marcus und seiner Lebensgefährtin Nicole los werden. Ich bedanke mich dolle lieb bei Euch für Euer ständiges da sein und das ich bei Euch so gut aufgenommen wurde. Dir lieber Marcus Danke ich ganz besonders,weil Du Dir immer die Zeit genommen hast und mich begleitet hast ins Krankenhaus und uns auch immer hier von zu Hause abgeholt hast.
© by Claudia Dreesmann
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