Nach 2Tagen durfte Männe die Intensivstation verlassen und wurde auf die Station 73 verlegt,wo er natürlich mit grossem Hallo begrüsst wurde. Dort erholte Männe sich relativ schnell.
Am 5.Tag haben wir ihn dann mit dem Rollstuhl schon einmal mit inden Aufenthaltsraum genommen,mit sämtlichen Apperaturen,denn die Sucht eine zu schmöken war bei Männe riesengross. Von da an erholte er sich noch besser. Ging sich alleine waschen und auch schon mal selbsständig über den Flur. Männe klagte aber immer beim Laufen über starke Schmerzen in beiden Leistengegenden. Ansonsten erholte er sich ganz gut. Am 17.02 hatte Männe dann Hunger,er musste abernoch einen Gastro-Schluck nehmen und untersucht werden.Wenn das ohne Befund ist bekommt er etwas zu Essen. So war es denn auch,Männe bekam Zwieback und Astronauten-Nahrung.(Mit einem Mal erbricht er fürchterlich und fängt am ganzen leib an zu zittern. Ich fragte ihn was denn los sei,er hächelte bloss das er keine Luftbekäme. Diesen Anblick wünsche ich nicht meinem ärgsten feind,Männe lag da im Bett wie so ein BSE.Krankes Rind,entschuldigt den Vergleich,aber ich kann es nicht anders beschreiben. Es stellte sich herraus das Männe eine Lipofundinallergie hatte. Nach dem er Sauerstoff und Cortison per Tropf bekam erholte er sich langsam wieder.
Da ich meinem ältesten Sohn,der ein Lungenemphysem und schwer Asthma hat,nichts von dem kritischen Zustand Männes gesagt habe,da er es sonst psychisch nicht verarbeitet hätte, habe ich ihn dann am 19.02 mitgenommen in die Klinik da ich ja davon ausging das es Männe besser ging. Wir betraten das Krankenzimmer um Männe abzuholen und was wir sahen liess mir schon wieder den Atem stocken. Männe lag wieder an Tröpfen.Ich fragte dann was los sei. Männe sagte das er so unheimlich starke Schmerzen hätte und sein Bauch ganz hart und geschwollen sei und das er die Nacht in dem Besucherzimmer auf Sesseln geschlafen hätte. Da ich Früher auch einmal 1Jahr auf einer Station gearbeitet habe ,schaute ich es mir an. Bin dann gleich ins Stationszimmer und habe es dort einem Arzt gesagt,der auch gleich mitkam. Danach mussten alle Besucher das Krankenzimmer verlassen,da nun reges Treiben herrschte,mehrere Ärzte betraten Männes Zimmer. Es wurde sofort eine Sonographie gemacht. Inzwischen stand ich voller Sorge um meinen Sohn der kreidebleich war und um Männe. Mir wurden die Knie immer weicher,denn ich wusste das bedeutet nichts Gutes. Meine Angst um Männe wuchs wieder ins Unermässliche.
Nach einer für mich scheinenden Ewigkeit kamen dann die Ärzte wieder aus dem Zimmer. Eine Ärztin bat mich mit ihr zu kommen,ich folgte ihr mit weichen Knien und versuchte ruhig zu bleiben. Die Ärztin teilte mir dann mit das Männe einen Darmverschluss und eine Blindarmentzündung hätte und er notoperiert werden müsste. Sie müssten ihm vielleicht einen künstlichen Darmausgang legen,was ich dazu meinte. "Wenn damit das Leben meines Mannes gerettet wird dann ist es ok",sagte ich. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber nicht das Männe dies abgelehnt hatte und dann lieber nach Hause wollte anstatt "so einen Büttel" wie er sagte zu haben. Ich fragte die Ärztin dann noch wann die Op gemacht werden solle und obich noch Zeit hätte meinen Sohn nach Hause zu fahren. In ca. 2 Stunden meinte die Ärztin. Danach ging ich nochmals zu Männe und sagte das ich gleich wieder komme. Mein Sohn fuhr dann mit mir nach Hause,denn ich hatte gesehendas es meinen Sohn sehr mitgenommen hat. Zu Hause angekommen telefonierte ich erst einmal in der Verwandschaft rum um einen Fahrer zu bekommen der mich wieder ins Krankenhaus zurück fährt. Wie es immer so ist in einem solchen Fall wenn man wirklich Jemanden brauchte,waren sie nicht zu erreichen oder hatten kein Auto um mich abzuholen. Eine Schwägerin von mir hatte sich dann ein Auto geliehen und kam dann auch(für mich eine Ewigkeit)und nahm mich gleich in den Arm. Wir dann im Affentempo zurück ins Krankenhaus,denn ich wollte Männe ja noch vor dem Op erreichen. Abgehetzt kamen wir dann auf der Station an. Gott sei gedankt,Männe lag noch auf seinem Zimmer.
Wir blieben dann noch bis kurz vor dem Op und versuchten Männe zu beruhigen das schon Alles gut werden würde. Er hatte unheimlich Schiss was ich natürlich auch hatte durfte es ihm aber nicht zeigen. Männe bekam dann die LmaA Tablette und dann mussten wir uns verabschieden da er um kurz vor 20 Uhr abgholt werden sollte. Wir mochten gar nicht los gehen.
Ich ging dann noch ins Stationszimmer und fragte ob man mich benachrichtigen könnte wenn die Op gelaufen ist. Die Schwester fragte mich dann ob sie dann auch noch mitten in der Nacht anrufen sollen was ich natürlich bejate,denn ich hätte sowiso kein Auge zu bekommen. Zu Hause angekommen wartete die gesamte Familie schon auf meine Schwägerin und mich.
Nun ging die Warterei los,schafft Männe es noch mal oder nicht?????? Wir sassen alle ganz aufgeregt im Wohnzimmer und tranken eine Tasse Kaffee nach der anderen vom Zigarettenkonsum ganz zu schweigen. Um kurz nach 23 Uhr dann der erlösende Anruf von Arzt. Es ist alles gut gegangen und Männe brauchte keinen künstlichen Darmausgang. Ihm gehe es relativ gut,er brauchte auch nicht künstlich beatmet werden. Man waren wir froh.


© by Claudia Dreesmann
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